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Aus der Wissenschaft: Schaben - Willenlos nach Wespenstich
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Aus der Wissenschaft: Schaben - Willenlos nach Wespenstich
Januar 2011

Um sich Schaben gefügig zu machen, greifen die Weibchen der in den Tropen beheimateten Juwelwespe (Ampulex compressa) zu einem üblen Trick: Mit einem gezielten Stich ins Gehirn legen sie den Fluchtinstinkt des Tieres lahm.

Dann führt A. compressa die willenlose Schabe an einem ihrer Fühler ins Wespennest. Dort legt das Insekt ein Ei auf den Bauch der Schabe. Ist die Wespenlarve geschlüpft, frisst sie ihren hilflosen Wirt bei lebendigem Leib auf. Wie die Wespen vorgehen, haben israelische Forscher der Ben-Gurion Universität in Be’er Sheva um Frederic Libersat jetzt entdeckt: Das Gift der Wespe blockiert im Gehirn der Schabe den chemischen Botenstoff Octopamin, der auch das Fluchtverhalten steuert. Als die Wissenschaftler bei „Zombie-Schaben“ die Octopamin-Rezeptoren reaktivierten, war das Verhalten der Tiere schon nach kurzer Zeit wieder normal. (Quelle: bild der wissenschaft 3|2008)


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